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Freitag, 31. Juli 2009

2009-07-31 Gerechtigkeit, Rechtfertigung, Himmel und Hölle Part 2

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Ein Denkanstoss:

ich bin ein eifernder gott
liebe eifert nicht

Das ist Ihr Glaube. Sie kennen Eifersucht nicht?
Eifersucht ist eine Leidenschaft,
die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

Gott ist die Liebe. Liebe setzt Gerechtigkeit voraus. Gott ist gerecht. Das Leben ist gerecht.
Die Liebe Gottes ist erkennbar daran, daß es uns noch gibt, trotz unser bereits nicht mehr überschaubaren Frevel UND daran, daß Er Seinen monogenen Sohn am Kreuz für uns opferte, die wir es offensichtlich nicht wert sind, wohl immer weniger, wie mir scheint.

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Gedanken dazu:

Liebe eifert?

1. Korinther 13, 4 (Das hohelied der liebe)
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht,

Eifersucht?

Ich denke zunächst muss man zwischen der (meist monogamen) Liebe zwischen Mann und Frau und der (hoffentlich nicht monogamen) Liebe zum Nächsten unterscheiden. Ich denke, wenn in der Bibel die Rede von Liebe ist, so ist in den allermeisten Fällen von Nächstenliebe die Rede (Vom hohelied salomos mal abgesehen, da geht es definitv ums pimpern ;)

Eifersucht taucht für mich nur in der Liebe zwischen Mann und Frau auf, die Nächstenliebe kennt für mich keine Eifersucht. (rofl das muss man sich mal vorstellen: "die drecksau hat *meinem* nächsten geholfen!")

Ich denke, die Liebe, um die es im Hohelied der Liebe geht ist "carita" was doch irgendwie vom selben wortstamm wie aufopferung herkommt. Eifersucht hat nichts mit aufopferung zu tun. Eifersucht ist egoistisch. "Mir nimmt jemand die Frau weg, Ob mein Mädel vielleicht mit demjenigen glücklicher ist, interessiert mich nicht. Aufopferung kennt Leidenschaft aber niemals Eifersucht. Aufopferung freut sich über "Konkurenz".

Die "Liebe" Gottes im alten testament allerdings kennt sowohl Eifersucht und sogar Vergeltung aus Eifersucht. Das ist bemerkenswert. Kennt doch eigentlich noch nicht mal die menschliche Eifersucht Vergeltung. (oder?!) Ich denke, wenn ich Vergeltung üben möchte liebe ich nicht mehr und brauch auch nicht eifersüchtig zu sein. Wenn aus eifersucht vergeltung wird dann ist hass im spiel.

Wie wird die Eifersucht gottes auf Götzen im neuen Testament behandelt? Immer noch mit Strafe und Vergeltung? Zumindest einen Hinweis dazu gibt mir Epheserbrief 4,30: Betrübt nicht den heiligen Geist. Ich denke Gott ist traurig, wenn wir Götzen verfallen. Aber auch nicht um seines willen sondern um unseret willen.

AT: Liebe -> Selbstliebe -> Egoismus -> eifersucht -> Strafe
NT: Liebe -> Aufopferung ?->? eifersucht -> trauer

Wie man von Liebe im Sinne von Aufopferung zu Eifersucht kommt ist mir ein Rätsel...

Sündigen wir, missbrauchen wir die Aufopferung Gottes für uns. Das macht Gott traurig. Eifersucht hat für mich da keinen Platz.

Also heisst es
NT: Liebe -> Aufopferung -> Ablehnung -> Mitleid -> trauer

Also, nach einigem auseinandernehmen das Fazit:

Eifersucht Gottes gibt es nur im AT
Eifersucht des Menschen gibt es nur aus Egoismus und nur in der Beziehung zwischen Mann und frau aus

Die (aufopfernde, nicht eigennützige) Liebe eifert nicht (und ist nicht eifersüchtig). Womit ich mit 1. Korinther 13, 4 da cor gehe.

Wie du jetzt von meinem Thema auf Wissenschaftler und Urknall kommst? Da grieg ich die Kurve nicht.

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ich les noch ein bisschen im Hohelied der Liebe weiter

1. Korinther 13, 5: sie (die liebe) stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,

Im AT stellte sich Gott hierzu:
sie stellet sich nicht ungebärdig: kein plan was das heisst
suchet nicht das ihre: Er hat das seine gesucht: jeder der vom gesetz (seiner vollkommenheit) abgewichen ist wurde verflucht.
lässt sich nicht erbittern: er war über die Sünde höchst erbittert. Ja sogar zornig.
sie rechnet das böse nicht zu: Und er hat dies mit Strafe vergolten.

Quintessenz: Gott hätte sich mehr an die Bibel halten sollen. Oder: Das Wesen gottes aus sicht des NT ist ein anderes als aus sicht des ATs.

AT=Ohne jesus
NT=Mit jesus

Und selbst wenn wir jesus kennen sind wir oft genug wie ohne ihn und wie der gott des alten testaments:
Wir verfluchen die, die nicht unsere Einsicht in die wahrheit teilen,
wir verfluchen die, die von gott diese einsicht (noch) nicht erhalten haben

Was sagt das NT hierzu?
Mt 5, 22: (....) wer aber (zu seinem bruder) sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig

das heisst nach meinem verständniss nicht, dass er von Gott mit der hölle bestraft wird, sondern dass er dafür verantwortlich ist, dass der andere dieses feuer erfährt.

Hm. mein Bruder. Und gibt mir das das recht über den herzuziehen, der nicht mein bruder ist? weil nur die meine brüder sind, die zu jesus gehören?
Nun, für mich zählt hier die geschichte vom barmherzigen samariter. Hier geht es darum, wer mein nächster ist. Und das ist derjenige, der Not leidet und auf unsere Hilfe angewiesen ist. Ob mein nächster auch mein bruder ist, muss jeder für sich entscheiden. Soviel steht aber fest: Diejenigen, die Jesus nicht kennen sind auf unsere Hilfe angewiesen. Und was machen wir? Wir blähen uns denen Gegenüber auf und halten uns aufgrund unseres Glaubens und unserer Einsicht in die Wahrheit für klüger und besser.

1. Korinther 3, 18: Niemand betrüge sich selbst. Welcher sich unter euch dünkt weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, daß er möge weise sein

Liebe setzt gerechtigkeit voraus?

Warum setzt Liebe gerechtigkeit voraus? Liebe setzt für mich Gnade voraus. Was ist wichtiger? Das ich meinen (geliebten) nächsten (mit meiner Gerechtigkeit) verurteilen kann oder dass ich ihm (mit meiner Gnade) vergeben kann?

Gott ist gerecht?

2. Korinther 12: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Christi bei mir wohne

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